Die goldene Regel: 30 %–50 % des Startpreises
Händler in Marrakesch starten in der Regel mit dem doppelten bis dreifachen Preis dessen, was sie zu akzeptieren bereit sind. Eure Eröffnung sollte bei ungefähr 30 % des aufgerufenen Preises liegen. Trefft euch dann irgendwo zwischen 50 % und 60 % – das ist ein faires Geschäft für beide Seiten.
Niemals beim ersten Stand kaufen
Vergleichen ist die wichtigste Währung. Ein Lederbeutel, der im ersten Souk 350 Dirham kosten soll, geht in einer Nebengasse für 120 weg. Geht erst die Runde, prüft Qualität, fragt Preise – und kommt am Ende zurück. Spätestens dann seid ihr informiert.
Tee ist Teil des Spiels
Wenn euch ein Händler Pfefferminztee anbietet, akzeptiert. Es ist kein Pakt, nichts zu kaufen – sondern marokkanische Höflichkeit. Die Atmosphäre wird entspannter, der Preis oft auch.
Diese 5 Sätze helfen euch
Bismillah (Im Namen Gottes) leitet ein Geschäft ein. Bizef (zu viel) signalisiert, dass der Preis hoch ist. Akhir su'um (letzter Preis) drückt euer letztes Angebot aus. Shukran (Danke) sagt ihr nach jedem Geschäft. Und La, shukran (Nein danke) lehnt freundlich ab – falls ihr doch nicht zuschlagen wollt.
Bargeld und Wechselgeld
In den Souks ist Bargeld König. Hebt vorab kleine Scheine ab; ein 500-Dirham-Schein bringt den Händler oft in Verlegenheit und gibt ihm das Argument, »leider keinen Rabatt geben zu können«. Bei größeren Käufen lohnt sich ein Mix aus Bargeld und Karte – manche Lederhändler nehmen mittlerweile sogar Mobile Payment.
Was kostet was? Eine kleine Preisorientierung
Berberteppich klein (1 × 1,5 m): 600–1.500 Dirham. Lederpouf ungefüllt: 200–500 Dirham. Argan-Öl kosmetisch (50 ml): 80–150 Dirham. Tajine-Topf irdene Ausführung: 100–250 Dirham. Diese Werte schwanken stark mit Saison und Qualität – nehmt sie als Orientierung, nicht als Bibel.
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